Donnerstag, 7. September 2017

Ein Wochenende - Ein Buch | Tag 0





Es ist lange her, dass ich etwas hier gepostet habe. Die Gründe findet ihr IN MEINEM ALLERERSTEN LIVESTREAM auf Youtube. Seit vorgestern geistert mir aber eine Idee durch den Kopf, die einen Neustart dieses Blogs wieder sinnvoll macht. Die ultimative Challenge:
Ein Wochenende - Ein Buch.

Was bedeutet das?

Ich werde dieses Wochenende, angefangen mit Freitagabend versuchen, mein Buch zu beenden. Mir fehlen noch 73 von 100 Kapiteln, also ist das tatsächlich noch fast das ganze Buch. Das bedeutet, dass ich in den nächsten drei Tagen circa 62.ooo Worte schreiben muss (ausgehend von einer Kapitellänge von 850 Worten). Das ist eine ganze Menge, aber ganz sicher machbar.

Warum ist das machbar?

Dank der Magie des Diktierens. Letztes Wochenende habe ich ziemlich viel Nichts gemacht, nur um nicht zu schreiben (warum auch immer, manchmal hat man solche Phasen eben). Am Sonntagnachmittag habe ich mich deswegen ziemlich schlecht gefühlt, weil ich so viel Zeit verschwendet habe, dass ich wenigstens eine Stunde schreibend verbringen und so viel wie möglich schaffen wollte. Das habe ich dann auch durchgezogen und siehe da: Knapp 5.ooo Worte sind zu meinem ziemlich mickrigen Wordcount hinzugekommen. Alles nur dank meiner Diktatsoftware.
Wenn man jetzt ein bisschen rechnet, stellt man schnell fest, dass 62.ooo Worte dann gar nicht mehr so abwägig sind als Ziel.

Wie gehe ich vor?

Heute war Tag 0, der Tag, an dem ich alles vorbereitet habe. Mein Zimmer ist aufgeräumt, ich habe eine Liste mit Aktivitäten erstellt, die ich während meiner zahlreichen (das ist keine Ironie!) Pausen unternehmen kann, und ein riesiger Topf Suppe steht gerade zum Abkühlen in der Küche. Ich habe bereits gestern IM LIVESTREAM angekündigt, was ich vorhabe und werde das noch einmal hiermit festigen:
Ich schreibe ein Buch an diesem Wochenende! Ein ganzes Buch!
Morgen an Tag 1 verbringe ich einiges an Zeit auf der Arbeit, werde aber früher gehen, um rechtzeitig mit dieser Challenge zu beginnen. Für morgen habe ich mir ein Tagesziel von 17 Kapiteln gesetzt. Das sollte an die drei Stunden in Anspruch nehmen, sodass mir am Abend noch viel Zeit bleibt, um mich von der Arbeit zu erholen und Kraft für das Wochenende zu tanken.

Am Samstag, Tag 2, steigert sich das Ziel dann ein bisschen. Mein Ziel besteht aus 28 Kapiteln (also 11 mehr als am Tag zuvor) und an die fünf Stunden Schreibzeit. Außerdem möchte ich an jedem Tag ein kleines Workout und/oder einen Spaziergang einfließen lassen, damit ich nicht die ganze Zeit nur rumhocke oder -liege.

Am Sonntag, Tag 3, werde ich ebenfalls 28 Kapitel schreiben und damit das Buch abschließen. Und wenn es dann tatsächlich geschafft ist, darf ich mir am Montag endlich Sims 4 kaufen. (Darauf warte ich schon eine ganze Weile...)

Bist du jetzt verrückt, oder was?

Ich weiß, das klingt hier alles so, als wäre das alles schon in Stein gemeißelt und eigentlich total einfach. Vielleicht bin ich naiv, aber nur so kann man an ein solches Monsterunterfangen herangehen. Man darf sich davor nicht fürchten, sondern muss sich darauf freuen. Und das tue ich, weil ich mir ganz sicher bin, dass ich das schaffe. Nachdem ich die letzten Wochen wieder mal ein bisschen meinen Wordcount getrackt habe, wie man das so schön nennt, und einige erstaunliche Erkenntnisse gemacht habe, kommt mir das alles gar nicht so schlimm vor.

Die größte Hürde ...

... das ist die Ablenkung von außen. Es wird super schwer werden, mich auch wirklich hin zu setzen, Diktiergerät in der Hand und das durchzuziehen. Ich werde über den Zeitraum der Challenge hinweg mein Internet ausschalten, bzw. alle Geräte auf Flugzeugmodus stellen, damit ich nicht in Versuchung komme. Gerade YouTube ist in letzter Zeit ein großer Zeitfresser gewesen und das will ich mir damit ein bisschen abgewöhnen.

Immer noch nicht überzeugt?

Kann ich verstehen, wäre ich an eurer Stelle auch nicht. Aber dafür habe ich ja meine Freunde die Zahlen hier bei mir. Hier ein paar Rechenbeispiele und tatsächliche Daten aus meinem Wordcount-Tracker:

Session 1: 1107 Worte | 13 Minuten geschrieben | 85 Worte/Minute | 5109 Worte/Stunde
Session 2: 701 Worte | 8 Minuten geschrieben | 87 Worte/Minute | 5257 Worte/Stunde
Session 3: 626 Worte | 6,5 Minuten geschrieben | 96 Worte/Minute | 5778 Worte/Stunde 
Durchschnittlich: 89,33 Worte/Minute | 5360 Worte/Stunde

[Anmerkung: Ich habe diktiert, nicht getippt, aber das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, findet ihr nicht?]

Am Durchschnitt sieht man, dass ich über 5.000 Worte in der Stunde schaffen könnte. Das geht aber nach meiner Erfahrung bloß, wenn ich nach jedem Kapitel eine kurze Pause mache, auch wenn ich bloß ein paar Schlucke Tee trinke oder so. Das hilft mir, mich wieder kurz zu sammeln und mich auf das nächste Kapitel vorzubereiten.

Fazit

Ihr seht also, es ist durchaus machbar, solange ich meine Diktatsoftware nutze. Und das werde ich, weil ich ziemliche Angst davor habe, meine Hände wieder kaputt zu machen. Das war echt nicht schön ...
Morgen Abend werde ich euch berichten, wie der erste Tag verlaufen ist. Ich freue mich schon sehr darauf und bin schon ganz aufgeregt! Fragen sind immer gern gesehen. Ich werde sie wahrscheinlich erst nächste Woche beantworten können, weil am Wochenende meine ganze Energie ins Schreiben gehen wird. Ich bitte um eurer Verständnis dafür.

Noch eine kurze Anmerkung

Ich werde euch morgen und über das Wochenende hinweg nicht sagen können, wie viele Worte ich geschrieben habe, weil ich alles erst als Audiodatei aufnehme und während der nächsten Woche dann allmählich von der Software umsetzen lasse. Ich mache das nur, weil es mir dann leichter fällt, mich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren (klingt in diesem Zusammenhang seltsam, ich weiß ...) und die Übertragung von Ton in Text dann wesentlich genauer ist. Fragt mich nicht warum. So funktioniert das für mich einfach am besten.





Kommentare:

  1. Ich selber bin auch schon immer so vorgegangen für meine ganzen Hausarbeiten, Berichte, Reportagen, etc. allerdings noch auf dem guten alten Diktiergerät und dann abtippen. Dank Compute rund Software dürfte das jetzt einfacher gehen, doch bisher habe ich keine Software gefunden,die mir gefiel. Welche nutzt du?

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    1. Ich nutze Dragon Dictate, aber mittlerweile hat auch fast jedes Smartphone eine solche Funktion. Kann vielleicht ganz hilfreich sein, das mal zu testen :) Mir hat es jedenfalls wirklich geholfen.

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