Mittwoch, 10. Februar 2016

Wie man ein Notizbuch führen kann | Wie schreibt man ein Buch?


Ganz am Anfang hatte ich ja erwähnt, wie wichtig ein Notizbuch für jeden Möchtegernautor ist. Nicht nur zum Ideensammeln, sondern auch um Schreibeindrücke, Szenen oder ganze Bücher festzuhalten.
Heute möchte ich euch ein paar Methoden vorstellen, wie man ein Notizbuch führen kann. Natürlich müsst ihr das nicht alles zu Herzen nehmen. Dieser Blogpost soll nur als ein Denkanstoß, eine Anregung für euch sein. Vielleicht hört ihr ja gleich etwas Nützliches.

Wie habt ihr eure Notizbücher bisher geführt? Habt ihr vor, etwas daran zu ändern oder noch ein paar neue Tipps für uns? Dann schreibt es mir bitte in die Kommentare ODER PER TWEET AN @KATESSTARK. Ich bin schon ganz gespannt, von eurer Organisation zu lesen!



DIE CHAOS-METHODE
Mit dieser Methode habe ich am Anfang benutzt und ich glaube, viele von euch, die gerade erst anfangen und keinen Plan haben, wie sie ihre Gedanken festhalten, werden das auch tun.
Man schreibt einfach wahllos in das Notizbuch ohne jegliches System. Bei mir war das so, dass ich einfach irgendeine freie Seite aufgeschlagen habe und da draufgekrizelt habe. Irgendwann wurde es dann leider zu unübersichtlich. Ich musste meinen aktuellen Eintrag trennen und gefühlte hundert Seiten später weiterschreiben, weil dazwischen die ganzen Seiten schon vollgeschrieben waren. Mit bunten Fähnchen und Post-Ist habe ich versucht, noch etwas Ordnung reinzubringen, aber das war dann ziemlicher Murks. Gefunden habe ich kaum etwas.
Anstatt jedes Mal eine andere Seite im Buch aufzuschlagen, habe ich beim nächsten Notizbuch einfach unter dem letzten Eintrag weitergeschrieben, aber auch das war nicht gerade organisiert.
Es soll ja Leute geben, die ein solches Chaos beherrschen können, ohne größere Hilfsmittel oder so einfache Dinge wie ein Index oder Seitenzahlen zu verwenden. Ich gehöre da leider nicht dazu und rate davon ab, diese Methode anzuwenden. Wenn ihr damit aber klarkommt, ist das natürlich super.

BULLET-JOURNALING
Ich muss gestehen, dass ich davon erst vor kurzem gehört habe. Die Website, leider auf Englisch, erklärt ganz gut, wie diese Methode funktioniert. Ganz grob erklärt. Man verfasst pro Tag einen Eintrag und verwendet dann verschiedene Symbole, um To-Dos, Ideen, Notizen und sonstige Einträge voneinander abzugrenzen. Beim Aufschreiben soll man sich so kurz fassen, wie nur möglich, was ich für uns Autoren leider etwas hinderlich finde.
Vor jedem Monat gibt es eine Doppelseite, auf der ihr monatliche To-Dos, bzw. Ziele notiert und eine kleine Monatsübersicht mit anstehenden Terminen erstellt. Zusätzlich könnt ihr vorne oder hinten im Notizbuch eine Liste mit wichtigen To-Dos und Terminen erstellen und ein Inhaltsverzeichnis verfassen, um einen guten Überblick zu haben. Fehlen nur noch die Seitenzahlen und ihr könnt loslegen.
Ich nutze einige Elemente dieser Methode, finde sie aber ein wenig zu starr für mich und mein Geschreibe. Ich empfehle euch aber trotzdem, euch die Website mal anzuschauen, um euch ein paar Anregungen zu holen.



ABTRENNEN
Viele Organisations-Gurus schlagen vor, euer Notizbuch in unterschiedliche Bereiche zu trennen, also zum Beispiel in To-Do, Ideen/Notizen und Termine. Je nachdem, wie viel Gewichtung ihr welchem Bereich zuordnet, bekommt dieser mehr oder weniger Seiten. Die einzelnen Abschnitte des Notizbuchs trennt ihr dann zum Beispiel mit Fähnchen oder Post-Its ab und beschriftet diese, sodass ihr immer gut darauf zugreifen könnt. In den einzelnen Bereichen schreibt ihr dann fortlaufend eure Einträge, bis ihr keinen Platz mehr habt.
Und genau da liegt der Knackpunkt. Ich kenne mich und weiß, dass ich bei dem einen oder anderen Bereich irgendwann die letzte Seite erreiche und nicht mehr weiterkomme. Also müsste ich ja ein neues anfangen, obwohl es noch leere Seiten gibt. Oder ich fülle diese Seiten, obwohl sie zu einem anderen Abschnitt gehören und das Chaos bricht aus.

DIE RANDSPALTE
Bei manchen habe ich gelesen, dass sie entweder Notizbücher mit Randspalte auf jeder Seite kaufen oder sich extra eine ziehen, sollte keine vorhanden sein. Auf diese schmale Spalte schreiben sie dann beispielsweise das Datum, Stichworte oder Seitenverweise. Ansonsten nutzen sie nur Seitenzahlen und z.B. ein Stichwortverzeichnis, um etwas Ordnung in dieses System reinzubringen.
In Schulheften hat sich die Randspalte ja bereits bewährt, mir nimmt sie leider nur zu viel Platz weg (und es ist mühsam, jede einzelne Seite mit einer solchen zu versehen).



INHALTSVERZEICHNIS ODER STICHWORTVERZEICHNIS
Ich habe es ja schon bei manchen anderen Methoden erwähnt. Um wirklich Ordnung in ein Notizbuch zu bekommen, empfehle ich es wirklich jedem, die Seiten durchzunummerieren und dann ein Verzeichnis zu erstellen. Ich glaube, es bietet sich an, hinten anzufangen, da ihr so vorne nicht unnötig Seiten verschwenden musst, sondern einfach weiterschreiben könnt, bis eben kein Platz mehr da ist.
Beim Inhaltsverzeichnis schreibt ihr den Titel eures Eintrags neben die Seitenzahl, sodass ihr ihn leicht wiederfinden könnt.
Beim Stichwortverzeichnis listet ihr unter bestimmten Schlagworten wie z.B. Buchidee, Mein Buch (für Szenen oder weitere Idee), To-Dos oder was ihr sonst noch so braucht, die Seitenzahlen auf, unter denen sich Einträge zu diesen Themen befinden.
Letzteres finde ich praktischer, weil ihr dadurch wieder etwas Platz für wichtige Notizen spart, nicht immer einen Titel braucht und es so übersichtlicher wird. Allerdings ist es dann nicht unbedingt leichter, einen bestimmten Eintrag zu finden.

KATE'S (ALTE) MISCHMASCH-METHODE
Wie immer mixe ich diese verschiedenen Ansätze durcheinander und habe über die Jahre hinweg mein eigenes Notizbuchsystem entwickelt. Ganz wichtig: Das ist die Art, wie es für mich am besten funktioniert und ich nehme noch immer Änderungen daran vor. Es muss also nicht zwingend auch eure Methode werden.
Wenn ich ein neues Notizbuch beginne, nummeriere ich zuerst die Seiten mit Bleistift in die untere Außenecke. Später übermale ich Seitenzahl nochmal schön, wenn mir langweilig ist oder fahre sie zumindest mit einem anderen Stift nach.
Auf der letzten Seite beginne ich mein Stichwortverzeichnis mit den Titeln meiner Buchreihen und Einzeltitel, den Schlagworten Buchidee, To-Do, Sonstiges, Alltagsinpiration und noch einige weitere. Unter jedem Stichwort lasse ich etwas Platz, um später die Seitenzahlen einzutragen.
Und dann beginne ich auf der ersten Seite mit meinem ersten Eintrag, trenne den nächsten durch einen Querstrich ab und füge so gut wie immer das Datum bei.
Bei manchen Dingen wie projektspezifischen To-Dos verwende ich meist eine ganze Seite (auch wenn da noch Platz ist) und nutze Symbole, um Aufgaben und Ideen voneinander abzuheben. Aufgaben sind ein leeres Kästchen, das ich nach dem Erfüllen entweder Ankreuze oder mit einem Häckchen versehe. Ideen kennzeichne ich mit einem Dreieck und drei Strichen, das entfernt wie eine Glühbirne aussieht. Ja, seltsam, ich weiß. Für diese To-Do-Seiten füge ich noch Fähnchen ein, sodass ich schnell darauf zugreifen kann.
Anmerkung: Mittlerweile nutze ich einige Konzepte der Bullet-Journal-Methode. Genaueres darüber, wie ich das mache, könnt ihr in meinem VIDEO sehen. Allgemeine Infos zu dieser Methode findet ihr HIER.




Mehr Systeme und Ideen, wie man ein Notizbuch führen kann, habe ich im Moment nicht mehr, aber ich hoffe, dass die erwähnten euch weitergeholfen haben oder ihr eine neue Anregung dafür habt, wie ihr euer Notizbuch in Zukunft organisieren könnt. Natürlich dauert es eine Weile, bis ihr für euch ein System gefunden habt, das funktioniert, aber mit diesen Hinweisen habt ihr glaube ich, eine gute Grundlage dafür.

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